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Der Preussenspiegel vom 09.07.2008

Gut 200 Radler bei Tour dabei

Sechstes Rad-Event um den Beetzsee mit einigen Schönheitsfehlern

Pünktlich um 14 Uhr, genau zwei Stunden nach dem offiziellen Start der 95. Auflage der Tour de France in Brest am vergangenen Samstag, wurden gut 200 Radler auf die drei im Vorfeld bekannten 35, 50 und 80 Kilometer langen Strecken der Tour de Beetzsee geschickt. Bei dieser bereits zum sechsten Mal ausgerichteten radtouristischen Fernwanderung um den Beetzsee bis ins schöne Havelland hinein, hatte sich das Org.-Team bei der 80-km- Strecke ordentlich verhauen. Dass die Fahrer am Ende über 92 km auf dem Tacho hatten, dürfte aber nur die wenigsten gestört haben.Viel ärgerlicher war die Fehlleitung von gut 30 Radlern, genauer gesagt die Spitzengruppen der 90 und 50 Kilometer, die von einem schlecht eingewiesenen Streckenposten in Gortz in die falsche Richtung geschickt wurden. „Es war wieder eine sehr schöne Veranstaltung, leider war ich eine derjenigen, die fehlgeleitet wurden. Vielleicht sollten beim nächsten Mal die Posten Schilder mit Richtungspfeilen für die jeweiligen Strecken zur Hand haben“, so Petra Dedenz aus Brandenburg.„Ich denke, der Einweiser von der FFw Gortz hatte noch die alte Strecke aus den letzten Jahren im Kopf. Diesmal gab es eine neue Route, die jeder Teilnehmer auf einem Flyer vor dem Start in die Hand gedrückt bekam, damit im Vorfeld klar wurde, wie zu fahren ist“, sagte Uwe Kruppa vom Org.-Team.

Kruppa sorgte auch mit den erfahrenen Radsportlern vom BSC Süd als Tourhelfer dafür, dass kein sogenannter Hobbyrennfahrer über die Strenge schlug und andere Radler in Gefahr brachte.Natürlich waren sie auch bei irgendwelchen Problemen direkte Ansprechpartner während der Veranstaltung, die außer der angesprochenen Fehlleitung so gut wie reibungslos ablief.

Große Kritik im Vorfeld mussten sich die Veranstalter im Forum auf der Tourseite im Internet (www.tour-de-beetzsee. de) über die Erhöhung der Startgebühr um zwei Euro auf 12 Euro gefallen lassen. Bei der 6.Tour de Beetzsee waren drei Polizeifahrzeuge, sechs Begleitautos und vier Transportfahrzeuge ständiger Begleiter der Radler.Von den drei Krankenwagen der Johanniter, die die Radler begleiteten,musste einer in Weseram bei einem schweren Sturz zum Einsatz kommen. „Das war glücklicherweise der einzige Unfall während der gesamten Veranstaltung“, stellte Kruppa erleichtert fest.Und nicht zu vergessen, jeder Teilnehmer bekam nach seiner Zielankunft kostenlose Erfrischungsgetränke gereicht und konnte sich massieren lassen.Zum Abschluss gab es in der Kegelstube Brielow Spanferkel vom Grill und noch mal zwei Getränke zum erfrischen. Und das alles für 12 Euro! „Ich denke, das ist ein vernünftiger Preis, wenn man andere Radveranstaltungen vergleicht,z.B. Velothon in Berlin, wo gleich 49,90 Euro Startgebühr für die 60-km-Strecke fällig sind“, so Steffen Eichler, der die 55 km lange Runde gefahren ist. Jeder der wollte,konnte seinen Tourpass an verschiedenen Punkten auf der Strecke abstempeln lassen, um so einen von „Vitalis“ gesponserten Preis zu gewinnen. Leider ließ das Org.-Team die Radler an der Brielower Kegelstube auf die Tombola zu lange warten, so dass einige Gewinner bei der Bekanntgabe schon längst unter der heimischen Dusche standen.

Wenigstens bei der Auswertung der teilnehmerstärksten Teams waren diese noch vor Ort. Der Siegerpokal ging diesmal an die Radler vom BSC Süd 05. Zweiter wurde das Team ICBerlin. Platz drei ging an das Mothor-Autohaus,das den Titel aus dem Vorjahr somit nicht verteidigen konnte. „Mir hat meine erste Tour de Beetzsee sehr gut gefallen.Auf alle Fälle bin ich im nächsten Jahr wieder dabei“, so Manuela Schultze aus Berlin-Steglitz, die zudem bei der Tombola eine komplette Leistungsdiagnostik bei „Vitalis“ gewann. „Wir werden uns die Kritikpunkte zu Herzen nehmen und sie alle gemeinsam auswerten, damit wir im nächsten Jahr diese angesprochenen kleineren Pannen nicht mehr erleben werden.Wer selbst Verbesserungen anbringen möchte oder bei uns im Org.-Team mitarbeiten will,der kann sich gerne bei mir melden“,so Uwe Kruppa. Auf alle Fälle dürfte den teilnehmenden Radlern die 6. Tour de Beetzsee bei strahlendem Sonnenschein trotz der kleinen Unannehmlichkeiten so viel Spaß gemacht haben,so dass sie auch 2009 wieder mit am Start stehen dürften. [oli]

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