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MAZ vom 06.07.2009
Massenstart für Jedermann
Gelungene „Tour de Beetzsee“ wird zur festen Instanz
Für Thomas Hoffmann aus Grabow sind 32 Kilometer Radfahren kein Problem. Der Marathonläufer, Jahrgang 1943, schafft die Distanz bei der „7. Tour de Beetzsee“ in gut einer Stunde. So wie er machten sich am Samstag etwa 100 Fahrer auf den Weg. Die sportlichsten unter ihnen nahmen diese Distanz gleich zweimal unter die Räder.
Das Organisationsteam der „Tour“ um Uwe Zitzmann hatte eine anspruchsvolle Strecke gewählt. Von Brielow ging es durch Marzahne nach Barnewitz, von dort über Gortz nach Radewege und wieder zurück.
Ursprünglich war eine Strecke durch Brandenburg geplant, doch die gesperrte Homeyenbrücke verhinderte dies. Sonnabend ging es nur um den olympischen Gedanke: Weder Zeit noch Platzierungen zählten, sondern die Teilnahme. Gleichwohl war der FDP-Stadtverordnete Andreas Heldt sichtlich glücklich, dass er nach 32 Kilometern als erster durchs Ziel rauschte.
Punkt 14 Uhr gab Frank Bartels vom Org-Team den Startschuss. Der Fahrertross setzte sich auf Mountain-, Touren- oder Rennrädern in Bewegung und schon nach den ersten Kilometern setzte sich eine Spitzengruppe ab. 12 Minuten nach dem Start fuhren die ersten Radler in Marzahne ein, um diese Zeit waren die Letzten noch in Brielow. Zitzmann fuhr im Auto voraus und warnte den Gegenverkehr. Der zeigte Verständnis, einige hielten an um die Fahrer passieren zu lassen. 40 Minuten nach dem Start war die Spitzengruppe in Gortz. Das Ziel vor Augen beschwerten sich einige Fahrer lauthals, das Vorausfahrzeug wäre zu langsam. Eine gute Dreiviertelstunde nach dem Start hatten es die Ersten geschafft und fuhren durch das Zieltor in Brielow.
Einige hatten damit ihr persönliches Ziel erreicht, andere Fahrer setzten zur zweiten Runde an. Jeder der Radfahrer wurde von den Zuschauern bejubelt und eindrucksvoller kann die Atmosphäre bei der „Tour de France“ kaum sein. Einige Fahrer ließen sich nach der Fahrt die Beine massieren. Die Massage übernahmen zwei junge Damen von der Medizinischen Schule am Klinikum, Jessica Ganzer und Anne Hofmann.
Matthias Prehn war zum dritten Mal dabei und zufrieden: „Ein angenehmes Fahren, super organisiert und eine tolle Möglichkeit in der Gruppe sportlich Rad zu fahren.“ Und was macht ein Radfahrer nach der „Tour“? Feiern! Bei der „After Tour Party“, auf der sich Fahrer, Organisatoren und Helfer zusammenfanden. (Von Dirk Guderjahn)